Frauenfeindlich: Werberat rügt Nacktfoto auf Fleisch-Pkw

Freitag, 12. September 2008
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Der Deutsche Werberat hat das in der süddeutschen Stadt Bönnigheim ansässige Fuhrpark-Unternehmen G&M öffentlich gerügt. Der Grund: Die Firma wirbt auf ihren Lieferwagen mit einem nackten Frauenkörper, daneben der Firmennamen "G&M Fleischwaren Frischdienst" und dem Text "Schönheit kommt von innen". Wie ein Sprecher des Werberats in Berlin sagt, habe das Unternehmen zwar den Stempelaufdruck auf dem Körper "Kontrollierte Qualität G&M" entfernt, sei aber nicht bereit, auch das Nacktfoto vom Wagen zu nehmen.

"Die für den Betrachter nahegelegte Gleichstellung einer Frau mit Frischfleisch ist menschenunwürdig und in hohem Maße frauenfeindlich. Solche Firmenpropaganda verstößt gegen die Grundsätze des Werberats über Herabwürdigung und Diskriminierung von Personen in der kommerziellen Werbung", so das Statement des Gremiums.

Im 1. Halbjahr 2008 hatte der Werberat über Proteste gegen 118 Werbekampagnen zu entscheiden - davon beanstandete er 30 Sujets. Davon wiederum zogen 26 Unternehmen die kritisierte Werbung zurück, eines änderte sie ab und in drei Fällen hielten die Werbenden an ihren Sujets fest. mh

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