Frankfurter Marketing Barometer: Positive Stimmung

Donnerstag, 08. April 2010
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Die Stimmung im Werbemarkt bleibt stabil. Wie im Vormonat steht das Frankfurter Marketing Barometer bei 46 von 100 Punkten. Das monatlich vom Frankfurter Marketing Club veröffentlichte Meinungsbild zeigt, dass sich die Einschätzungen aus Auftraggeber- und Auftragnehmersicht im Vergleich zum Vormonat allmählich annähern. Aufseiten der Werbungtreibenden erreicht das Barometer 48 Punkte, bei den Agenturen und Dienstleistern sind es 44 Punkte. Insgesamt beurteilen 47 Prozent der Befragten die gegenwärtige Geschäftslage als gut, weitere 47 Prozent empfinden sie als befriedigend. Nur 6 Prozent sind schlechter Dinge.

Die Entwicklung der Marketinginvestitionen schätzen 38 Prozent als gut ein. 57 Prozent erwarten eine befriedigende Entwicklung. Gerade einmal 4 Prozent fürchten eine Verschlechterung. Die Entwicklung des eigenen Unternehmens sehen die Befragten - neben den Mitgliedern des größten deutschen Marketing Clubs gehören dazu nationale Marketingexperten aus Unternehmen, Medien und Agenturen - überwiegend positiv. 64 Prozent schätzen die zukünftige eigene Entwicklung als „gut" ein. 34 Prozent gehen mit befriedigenden Erwartungen in die kommenden Monate. Lediglich 2 Prozent beurteilen die Aussichten als „schlecht". Auffallend ist im Vergleich zu den Vormonaten, dass die Anteile der Einschätzungen für „gut" und für „schlecht" gleichermaßen rückläufig sind. Insgesamt überwiegen aber eindeutig die positiven Erwartungen. Die Unternehmen schätzen die Entwicklung ihrer Marketinginvestitionen dabei sogar deutlich positiver ein als die Dienstleister.

Weitaus gespaltener sind die Meinungen bei der Frage des Monats. Auf die Frage „Braucht das Marketing in Deutschland ein Sprachrohr?" antworten 58 Prozent mit Ja (Nein: 42 Prozent). Bei den Unternehmen ist der Anteil der Befürworter zudem deutlich höher. Von ihnen plädieren 68 Prozent für ein Sprachrohr. Aufseiten der Auftragnehmer sind es dagegen 52 Prozent.

So meint Lars Wöbcke, Communication & Corporate Marketing Director bei Nestlé: „Der Begriff Marketing scheint immer noch eher negativ besetzt zu sein. Dass es beim Marketing im Kern um die konsequente Ausrichtung von Unternehmen und Marken an den Bedürfnissen der Märkte und Kunden geht, ist den wenigsten bewusst. Diese Zusammenhänge zu verdeutlichen, wäre sinnvoll." Dagegen glaubt Christian Holst vom Siegfried Vögele Institut nicht an den Erfolg eines eigenen Sprachrohrs. "Marketing muss erst einmal durch Erfolg überzeugen, nicht durch Lobbyarbeit." ork 
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