Frankfurter Marketing Barometer: Es geht dauerhaft bergauf

Mittwoch, 13. April 2011
Mehr Sonne als Wolken: Das Frankfurter Marketingbarometer
Mehr Sonne als Wolken: Das Frankfurter Marketingbarometer

Eines hat sich geändert: Das Frankfurter Marketing Barometer, das HORIZONT exklusiv in Zusammenarbeit mit dem Marketing Club Frankfurt präsentiert, kommt künftig nur noch vierteljährlich. Was dagegen bleibt, ist die positive Stimmung im Marketing. Mit einem Barometerwert von 30 erlebt das Marketing die Fortsetzung des Hochs aus dem vergangenen Herbst. Zwar drücken die Ereignisse in Libyen und die Auswirkungen des Erdbebens in Japan bei dem einen oder anderen Entscheider auf die Stimmung, an der grundsätzlich positiven Einstellung ändert das jedoch nichts. So beurteilen 60 Prozent der Befragten die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens als gut, 8 Prozent bezeichnen sie als sehr gut. Lediglich 30 Prozent halten diese für befriedigend. Das hat Auswirkungen auf die Marketingsausgaben. 45 Prozent erwarten steigende Investitionen ins Marketing, 49 Prozent, dass die Spendings gleich bleiben. Gerade einmal sechs Prozent rechnen mit Kürzungen.

Unheitlich ist dagegen das Bild bei der Frage, ob sich die Renaissance der erneuerbaren Energien positiv auswirkt. 60 Prozent gehen davon aus, 40 Prozent erwarten keine Effekte. Dabei schätzen allerdings Unternehmen und Dienstleister die Lage völlig unterschiedlich ein. 61 Prozent der Auftraggeber erwarten hier keine Auswirkungen. Dagegen erwarten 71 Prozent der Agenturvertreter, dass der Trend zu den erneuerbaren Energien durchaus Auswirkungen auf das Marketing hat.

So erklärt etwa Uli Veigel, Chef der Grey G2 Group: "Saubere Denke ist mehr denn je gefordert. Authentischer Dialog in ehrlicher Form." Eine Ansicht, die Christian Holst teilt. "Das Thema Energieverbrauch und ökologische Nachhaltigkeit zwingt alle Unternehmen, sich erneut zu positionieren und Farbe zu bekennen - und dies zu vermitteln ist Aufgabe des Marketings", sagt der Leiter Dialog-Forschung am Siegfried-Vögele-Institut. Wesentlich skeptischer ist dagegen Lutz Thümmel. Für den Inhaber der Agentur für Unternehmenskommunikation Face 2 Face Communication in Bad Homburg muss der Ökotrend erst noch seine Standhaftigkeit beweisen. "Es bleibt abzuwarten, was, wenn das Zugpferd Reaktorkatastrophe Japan" nicht mehr so stark ist, von allen Bekenntnissen wirklich übrigbleibt." mir
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