Forsa-Umfrage: Privatleben wichtiger als Karriere

Mittwoch, 26. Juli 2000
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Ein Großteil der Deutschen sieht ihr Privatleben aufgrund von Arbeitsbelastung zu kurz kommen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "Bizz" unter mehr als 1.000 Deutschen. Demnach sind 79 Prozent aller Befragten bereit, auf eine Karriere zu verzichten, sofern diese das Privatleben einschränken sollte. In der Praxis sieht es anders aus: 60 Prozent der Befragten meinen, wegen zu viel Arbeit Partner, Familie und Freunde zu vernachlässigen. Insbesondere bei den 30- bis 39-Jährigen ist das Dilemma zwischen Privatleben und Arbeit auffällig: 80 Prozent meinen, zu wenig Freizeit zu haben. Außerdem scheint die Umfrage eine Rückkehr zu alten Werten zu bescheinigen: So stufen 57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 71 Prozent der 30- bis 39-Jährigen Familie und Partnerschaft als wichtigsten Teil ihres Lebens ein. Während noch neun Prozent der 18- bis 29-Jährigen einer Karriere höchste Priorität beimessen, sind es bei den 30- bis 39-Jährigen sogar nur zwei Prozent.
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