Ford startet erste globale Werbekampagne seiner Geschichte für den neuen Focus

Freitag, 25. Februar 2011
Anzeigenmotiv der Ford-Focus-Kampagne
Anzeigenmotiv der Ford-Focus-Kampagne

Ford gibt mächtig Gas für sein wichtigstes Modell. Kommenden Monat launcht der US-Autobauer den neuen Ford Focus. Erstmals setzt die Traditionsmarke dabei seine One-Ford-Strategie in einem Produkt und in einer globalen Werbekampagne um. Der Auftritt startet am 1. März in den USA, danach folgt der weltweite Roll out. Mindestens genauso wichtig ist: Erstmals liefert das globale Marketingteam unter der Führung der WPP-Agentur Blue Hive und Creative Director Greg Burke eine Arbeit ab. Das hat schon etwas Historisches und erklärt, warum WPP-Chef Sir
Martin Sorrell und Jim Farley, Group Vice President of Global Marketing, Sales and Service Ford, gemeinsam die Kampagne soeben in New York vorstellten. 
Seit eineinhalb Jahren gibt es das neue Team, das sich aus Marketingexperten aus der WPP-Welt zusammensetzt, vor allem mit Spezialisten aus den Agenturen Wunderman, Team Detroit, Ogilvy, Burson-Marsteller und Hill & Knowlton. "Wir haben die besten Leute zusammengezogen, um effektiv und effizient arbeiten zu können", sagt Sorrell. Neben der Bündelung von Kompetenzen und Know how, reduziert Ford so seine Marketingausgaben. "Wir haben unsere Produktionskosten signifikant senken können", ist aus dem Umfeld des Unternehmens zu hören.

Das Kreations- und Mediapaket kann sich dennoch oder gerade deshalb sehen lassen. Auf der Basis von 14 TV-Spots können die lokalen Märkte insgesamt 50 unterschiedliche Varianten aussenden, die dem Zuschauer in den Werbeblöcken 14 Technologien vorstellen, die in der dritten Generation des Modells erstmals zum Einsatz kommen. Etwa die Start-Stopp-Technik oder das Fahrerassistenzsystem zur automatischen Erkennung von Fußgängern und Hindernissen. Besonders stolz ist man bei Ford, dass viele der neuen Sicherheits- und Kommunikationsfeatures neu für das C-Segment sind. Dass die Werbung nicht thematisiert, dass der Focus überall auf der Welt gleich ist, ist für Jim Farley dagegen kein Problem.

"Die Werbung soll zeigen, was das Auto technisch alles kann. Den Kunden interessiert es weniger, ob das Auto weltweit gelauncht wird", sagt der weltweite Marketingchef. Geschaltet werden die Werbefilme, die es als 15- und 20-Sekünder gibt, zunächst in den USA: Am 1. März laufen die ersten Spots im Umfeld von "American Idol" (Fox). In den kommenden Wochen folgen ausgewählte Märkte in Europa - darunter auch Deutschland ab dem 25. März - wohingegen sich Fernsehzuschauer in Australien, Neuseeland und Südafrika noch bis zur zweiten Jahreshälfte gedulden müssen. Massiv wird auch der digitale Aufschlag sein. Das lässt sich schon durch die Pre-Launch-Phase erahnen, bei der das Unternehmen auch auf neuen Wegen im Marketing fährt. Erstmals hat Ford via Facebook Kunden und Interessanten für eine weltweite Testfahrt gewonnen, die vergangenes Wochenende zu Ende ging. Über 200.000 Fans aus 13 Ländern haben sich auf der Social Media Plattform für die 100 Plätze beworben, vier Deutsche konnten sich dabei Plätze sichern. Post-Aktionen werden, soviel scheint sicher, in den lokalen Märkten folgen.

Die Produktion der 4- und 5-Türer-Varianten sowie der Turnier-Version ist schon angelaufen. Die elektrische Version stellt Ford erst in der kommenden Woche auf dem Genfer Autosalon vor. Der Marktstart in Deutschland ist für 2012 geplant. Die E-Variante des Dauerläufers soll die Vorreiterrolle für eine ganze Palette von Elektro-, Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modelle übernehmen, die das Unternehmen bis 2013 in Europa und Nordamerika auf den Markt bringen wird. An den ersten kommunikativen Ideen dürfte das globale Marketingteam allerdings schon basteln. sw/mir
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