Ford hängt den Focus an die Steckdose

Montag, 10. Januar 2011
Der neue Focus Electric
Der neue Focus Electric

Ford startet in das Elektrozeitalter. Der amerikanische Autobauer hat auf der Unterhaltungselektronikmesse CES  und damit im Vorfeld der heute beginnenden Detroit Motorshow erstmals den Focus Electric vorgestellt.  Die Stromversion des Dauerrenners Focus ist das erste von fünf Serienmodellen, die mit Strom fahren und die Ford bis 2013 auf den Markt bringen will. Die E-Variante des Focus  kommt in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt. Zunächst in Nordamerika, ab 2012 in Europa. Dass es zum Flaggschiff keine Werbekampagne geben wird, ist kaum denkbar. Doch darüber ist derzeit wenig zu erfahren. Vielmehr geht es der US-Marke jetzt darum, dem  Null-Emissions-Auto den Weg erst einmal über die PR-Arbeit zu ebnen.  Dabei wagt der Hersteller schon die ersten selbstbewussten Vergleiche mit dem Wettbewerb. „In puncto Verbrauchs-Äquivalent erreicht er ein besseres Ergebnis als der Chevrolet Volt". Auch die japanische Konkurrenz von Nissan wird unter Beschuss genommen. So ist ein kompletter Ladezyklus an einer konventionellen 240-Volt-Steckdose bereits nach drei bis vier Stunden abgeschlossen - also in der Hälfte der Zeit, die ein Nissan Leaf benötigt. Dass Ford ausgerechnet die beiden Modelle als Gegner ansieht, hat einen guten Grund. Sowohl Chevrolet als auch Nissan starten beide in diesen Tagen den Verkauf in den USA. 

Mit dem  Ford Electric schreitet zudem die Vernetzung der Automobil- mit der Kommunikationswelt bei dem Autobauer weiter voran. Bestandteil des neuen Modells ist eine App für Smartphones. Über My Ford Mobile kann der Besitzer den aktuellen Ladezustand des Akkus abfragen oder die Zündung starten, um das Fahrzeug entweder vorzuwärmen oder im Sommer die Klimaanlage zu betätigen.  Einen Preis für das Fahrzeug gibt es allerdings noch nicht. mir
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