"Football Top 20": Barca baut Vormachtstellung aus

Donnerstag, 09. September 2010
Der FC Barcelona steht mit 57,8 Millionen Fans weiter unangefochten an der Spitze
Der FC Barcelona steht mit 57,8 Millionen Fans weiter unangefochten an der Spitze

Im Ranking der 20 beliebtesten europäischen Clubs steht der FC Barcelona mit 57,8 Millionen Fans weiter unangefochten an der Spitze. Mit deutlichem Abstand folgen auf den Plätzen zwei und drei Real Madrid und Manchester United mit 31,3 und 30,6 Millionen Fans. Der FC Bayern München konnte sich als einziger deutscher Club in den Top 20 von Platz 9 auf Platz 5 verbessern. Die große Überraschung gibt es auf Facebook: Hier hat mit Galatasaray Instanbul ein türkischer Verein die meisten Fans. Das geht aus der aktuellen Studie „Football Top 20“ des Marktforschungsunternehmens Sport+Markt hervor. Befragt wurden über 10.000 Fußballfans aus 17 Ländern. Nach leichten Verlusten im Vorjahr konnte der FC Barcelona wieder stark zulegen. „Ein Erfolgsgeheimnis des FC Barcelona ist, dass es dem Club gelungen ist, die Sympathien von den sportlichen Erfolgen weitestgehend abzukoppeln“, so der Vorstand von Sport+Markt, Hartmut Zastrow. Obwohl die Mannschaft das Champions-League-Finale nicht erreichte, konnten 13,6 Millionen neue Fans hinzugewonnen werden.

Neben dem FC Barcelona zählt die Studie vor allem Inter Mailand (8./17,5 Mio.) und den AS Rom (19./6,0 Mio.) zu den Gewinnern. Beide Vereine konnten sich im 5-Jahres-Vergleich mit Zuwächsen von 6,8 und 3,2 Millionen Fans deutlich steigern. Großer Verlierer bleibt Real Madrid. Der Verein hat von 2005 bis 2010 über 17 Millionen Fans eingebüßt.

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Aus deutscher Sicht hat sich im Ranking nicht viel geändert. Neben dem FC Bayern München konnten sich vier weitere Clubs in den Top 30 positionieren. Den größten Sprung macht der FC Schalke 04 von Platz 33 auf Platz 21 mit 5 Millionen Fans. Dahinter folgen Werder Bremen (23./4,9 Mio.), der Hamburger SV (26./4,5 Mio.) und Borussia Dortmund (28./4,2 Mio.).

Ein Schwerpunkt der Studie sind die Fans im Ausland. Auch hier liegt Barcelona mit 52,3 Millionen Fans vorne. Auf den weiteren Plätzen liegt dann aber Manchester United mit 25,9 Millionen Anhängern vor Real Madrid (24,5 Mio.). Bei der Vorstellung der Studie sprach Hartmut Zastrow von national weitestgehend ausgeschöpften Fanpotenzialen. In Zukunft werde es darauf ankommen, welche Clubs sich am besten und am schnellsten international positionieren können. Gerade in Ländern mit eher schwachen Ligen wie Österreich, Kroatien und Frankreich sei das Interesse an ausländischen Clubs besonders groß.

Die ausländischen Fans seien gut über Social-Media-Kanäle wie Facebook zu erreichen. Aktuell führt überraschenderweise der türkische Verein Galatasaray Istanbul die Liste an – mit über 4,4 Millionen Fans bei Facebook. Erst danach folgen die üblichen Verdächtigen mit Barcelona (4,19 Mio.), Real Madrid (3,38 Mio.) und auf Platz 4 wieder eine türkische Mannschaft mit Fenerbahce Istanbul (2,97 Mio.). Der Grund für die Dominanz: Viele im Ausland lebende Türken informieren sich im Internet über ihren Heimatverein. Maike Kilian
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