Foodwatch erwirkt Werbestopp gegen Metzgereikette

Dienstag, 12. Dezember 2006

Die Berliner Verbraucherorganisation Foodwatch hat sich im Streit um die Werbung der bayerischen Fleischereikette Vinzenzmurr durchgesetzt. Das Familienunternehmen hat nach Angaben von Foodwatch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung von Foodwatch unterzeichnet. Den Angaben zufolge darf Vinzenzmurr nicht mehr damit werben, eine höhere Qualität anzubieten als gesetzlich vorgeschrieben, weil die verarbeiteten Schweine und Rinder weder Tiermehl noch Hormone oder präventiv Antibiotika bekämen, da dies durch das Lebens- und Futtermittelgesetz ohnehin verboten ist. "Die Verbraucher werden mit falschen oder sogar illegalen Werbeversprechen nach Strich und Faden belogen und betrogen", sagt Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Weil Vinzenzmurr in Bayern als Premium-Metzgerei wahrgenommen werde, sei dessen Falschwerbung besonders dreist. Das Fleischhandelsunternehmen betreibt 273 Filialen, 105 davon allein in München. Die in der Münchner Rosenstraße gilt als umsatzstärkste Metzgereifiliale Europas. mas

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