Finanzkrise trifft britischen Werbemarkt / TV-Preise im Sinkflug

Dienstag, 14. Oktober 2008
P&G tritt auf die Kostenbremse
P&G tritt auf die Kostenbremse

Die Werbekonjunktur in Großbritannien gerät immer stärker unter Druck. Die Ausgaben für Kommunikation sind im 3. Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Marktforschungsunternehmens Ebiquity hervor. Allein Konsumgüterriese Procter & Gamble hat seine Werbeinvestitionen in der Zeit von Juni bis August um 16 Millionen britische Pfund gekürzt. Auch Telekommunikationsunternehmen wie Vodafone und British Telecom haben ihre Etats eingedampft.

Ähnlich desolat fällt die Bilanz des gerade vom Institute of Practitioners in Advertising herausgegebenen Bellwether Reports aus. Danach haben 35 Prozent der Unternehmen ihre Spendings gekappt, nur 13 Prozent haben mehr für klassische Werbung ausgegeben.

Die Folgen sind bereits spürbar. So kosten TV-Spots so wenig wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Umsätze der TV-Vermarkter gingen im September um 10 Prozent auf 286 Millionen Pfund zurück. Im Oktober wird ein weiterer Einbruch der TV-Preise um 6,8 Prozent erwartet. mas
Meist gelesen
stats