Film-Marketing aus der Hölle: Wenn aus Haareschneiden Horror wird

Donnerstag, 28. Februar 2013
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Der Friseurladen als Hort der Entspannung und Verschönerung? Von wegen. In einem Marketingstunt zum Start des Horrorfilms "Der letzte Exorzismus 2" servierte die Agentur Thinkmodo den Kundinnen eines New Yorker Salons einen Schock zur neuen Frisur, den sie nicht so schnell vergessen dürften: Während sie sich in ihrem Sessel entspannten, begannen sie Geister im Spiegel vor ihnen zu sehen. "Der letzte Exorzismus 2" steht als Horrofilm vor der Herausforderung, einem zunehmend übersättigten Publikum zu beweisen, dass er tatsächlich die Schockmomente liefern kann, die für einen Erfolg in dem Genre nötig sind. Um diesen Beweis zu führen übertrug Thinkmodo einfach ein zentrales Element des Horror-Genre in das reale leben: Wie reagiert der Durchschnittsmensch darauf, wenn er mit dem Übersinnlichen in Berührung kommt? Zu diesem Zweck ersetzte das Team einen Spiegel im Friseursalon durch einen Einwegspiegel und versteckte eine zur Geisterfratze geschminkte Darstellerin auf der anderen Seite. Durch Einschalten eines Lichts auf ihrer Seite erschien ihr Gesicht als geisterhafte Vision auf dem Spiegel.

Die Reaktionen der Kundinnen fielen dementsprechend aus. Nachdem sie zuerst als einzige das Gesicht im Spiegel sahen, steigerten sich die meisten von einer Verunsicherung hinein in echte Hysterie. Als dann die Darstellerin im Spinnengang der von Dämonen Besessenen im Raum auftaucht, hält es keiner der Anwesenden mehr auf dem Sessel.  Wer selbst überprüfen will, ob der eigentliche Film die hier geweckten Erwartungen erfüllen kann, muss sich allerdings noch gedulden. "Der letzte Exorzismus 2" startet in Deutschland erst am 6. Juni. cam  
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