Fielmann plant Franchise-Modell

Freitag, 25. April 2008
Fielmann-Filiale
Fielmann-Filiale

Der Optikerfilialist Fielmann will offenbar eine Franchise-Struktur aufbauen. Wie das "Handelsblatt" meldet, will das Hamburger Unternehmen damit sein Filialnetz ausbauen und vor allem in ländlichen Gebieten sowie im westlichen Ausland expandieren. Insbesondere in den Niederlanden soll versucht werden, Franchise-Partner zu gewinnen. Als Gründe für die Überlegungen werden die kritische Größe der Filialen und die zu lange Wartezeit der Kunden in den Läden genannt. Damit eine Fielmann-Niederlassung unter dem Konzerndach wirtschaftlich betrieben werden kann, sollte sie mindestens 800.000 Euro Umsatz im Jahr erreichen. Da der durchschnittliche Jahresumsatz einer kleineren Filiale jedoch lediglich bei etwa 300.000 Euro liegt, würden sich solche Niederlassungen nach der bisherigen Unternehmensstruktur nicht rentieren.

Auch der Konzernumsatz, der im ersten Quartal um sieben Prozent auf 218 Millionen  Euro gestiegen ist, lässt die Geschäftsführung über eine Umstrukturierung nachdenken: "In 70 Prozent unserer Niederlassungen kommt es zu Wartezeiten", erklärt Firmengründer Günther Fielmann. Der starke Kundenandrang verlange weitere Filialen und größere Ladenflächen.

Derzeit gibt es rund 520 Filialen in Deutschland, weitere 80 im europäischen Ausland. Für dieses Jahr sind bereits 30 neue Niederlassungen geplant. jm
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