Fielmann kämpft mit Werbung gegen Krankenkassen

Donnerstag, 11. Dezember 2003

Der Optiker-Filialist Fielmann kämpft mit Werbespots im Radio gegen die Gesetzlichen Krankenkassen. Hintergrund: Das Unternehmen wittert einen Rechtsbruch bei der Erstattung von Brillengläsern. Laut Fielmann soll die Kassenleistung jetzt nur noch derjenige erhalten, der seine fertige Brille bis Jahresende abholt. Allerdings, so der Optiker, sei das Datum des Rezepts maßgeblich für die Erstattung - und nicht die Fertigstellung der Brille. "De facto wird die Gesundheitsreform um fast einen Monat vorverlegt. Das ist Rechtsbruch", so Unternehmenschef Günther Fielmann.

Damit die Kunden dennoch ihre Kassenleistung aus dem Dezember bekommen, will sich Fielmann ihre Ansprüche abtreten lassen, diese sammeln und dann gegebenenfalls klagen. Die Radiospots sollen die rund 1,5 Millionen Berechtigten, die Fielmann für Dezember taxiert, ab dem heutigen Donnerstag eine Woche lang über das Thema informieren. Die Commercials (Agentur: Conrad Gley Thieme, Hamburg) laufen bundesweit mit Schwerpunkt in Bonn und Berlin, wo Verbände und Politiker residieren. rp
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