Fastfood-Kette Denny's tischt zu "Der Hobbit" ein Mittelerde-Menü auf

Mittwoch, 31. Oktober 2012
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Der Kinostart von "Der kleine Hobbit - eine unerwartete Reise" ist in Deutschland zwar erst für den 13. Dezember geplant, aber in den USA laufen sich schon die ersten Marketingpartner der Produktion von Erfolgsregisseur Guy Ritchie für das Event warm. Den Anfang macht die Fastfood-Kette Denny's, die den Film mit einer eigenen Menükarte von eigens entwickelten Mittelerde-Rezepten begleitet. Denny's unterstützt den Auftritt mit einer TV-Kampagne, für die eigens Herr-der-Ringe-Fans als Statisten gecastet wurden. Für die Fastfood-Marke ist die Partnerschaft mit Filmstudio Warners durchausaus nicht ohne Potenzial, schließlich zeichnet die titelgebenden Hobbits vor allem ihre große Liebe zu gutem Essen aus. Darüber hinaus dürfte das neue Filmepos aus J.R.R. Tolkiens Fantasy-Welt neben dem jungen Publikum auch verstärkt Familien ansprechen - beides Zielgruppen, die für den Fastfood-Konzern höchst relevant sind.

Denny's vertraut in seiner Licensing-Partnerschaft nicht nur auf die Wirkung von Gerichten wie "Gandalfs Gobble melt" oder "Radagast's Velvet Pancake Puppies", sondern bietet den Fans zusätzlich exklusiven Content zum Film  und Sammelkarten. Auch in der Kommunikation wurde die Fanszene frühzeitig eingebunden: Für den Dreh konnten sich Hardcore-Fans, die über authentische Mittelerde-Kostüme verfügen, als Statisten melden. In dem Spot spielen sie die restlichen Besucher der Denny's-Filiale, die sich pikiert umdrehen, als diese ihrer Tochter erzählt, dass aus dem Menü ein ganzer Film entwickelt wurde.

Was der Autor von "Der kleine Hobbit" von dieser Marketing-Aktion gehalten hätte, kann nur Spekulation bleiben. Bekannt ist nur, dass J.R.R. Tolkien ein strikter Gegner aller Trivialisierungsversuche seines Werkes war. So legte er in seinem Testament fest, dass die Filmrechte zu seinen Büchern nicht an Disney verkauft werden durften. Er traute dem zu dieser Zeit führenden Zeichentrick-Studio für märchenhafte Themen offensichtlich nicht zu, die Welt von Mittelerde kitschfrei zu porträtieren. cam
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