Fastfood: Burger-Ketten im Werbeclinch

Mittwoch, 22. April 1998

Der Branchenzweite im Fastfood-Markt, Burger King, greift mit seiner aktuellen Kampagne den Burger-Riesen McDonald”s an. Thema des Auftritts: der Bundestagswahlkampf. "Wir wollen mit diesem Auftritt Standort- und Budgetnachteile gegenüber der Konkurrenz ausgleichen", sagt Gregor Wöltje, Kreativdirektor der Münchner Werbeagentur Start Advertising, die neben DMB&B, Hamburg die aktuelle Burger-King-Kampagne betreut. Ein ehrgeiziges Ziel, verfügt doch Burger King in Deutschland mit rund 150 Filialen gerade über ein Fünftel der Niederlassungen von McDonald”s. Und während der Branchen-Goliath seinen Umsatz im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Mark steigerte, brachte es Angreifer Burger King 1997 bei derselben Wachstumsrate gerade auf rund 320 Millionen Mark Umsatz.
Anlaß zum Optimismus bieten jedoch nicht nur die Zahlen aus den USA, wo Burger King im vergangenen Jahr mit rund 19 Prozent Marktanteil gegenüber McDonald”s (42 Prozent) einen Prozentpunkt zulegen konnte. Vor allem die Inszenierungsmöglichkeiten um das Thema Bundestagswahl lassen nachAnsicht von Burger-King-Marketing-Chef Pascal Le Pellec "spektakuläre Aktionen" zu.
Der Kommunikations-Offensive des Fastfood-Zwerges steht McDonald”s relativ gelassen gegenüber. So sind die Planungen für die "McSchmidt-Show" bereits in vollem Gange und die Kooperationspartner UPS, Adidas,Eurocard und Opel in Aktionen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft eingebunden. Einzelheiten über die Burger-King-Komunikationsoffensive und den Auftritt von Konkurrent McDonalds in der morgigenHORIZONT 18/98.
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