Fahrender Fön: VW zeigt Ergebnisse des "People's Car Projekt" in China

Montag, 14. Mai 2012
Der "Smart Key" mit hochauflösendem Touchscreen-Display
Der "Smart Key" mit hochauflösendem Touchscreen-Display
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VW China Peking Fön Auto-China Volkswagen Filmgenre


Im "Minority-Report" schwebten Autos noch im Film durch die Straßen oder fuhren Wände hoch. Eine Fiktion, die bald Realität werden könnte. Denn so langsam nehmen solche Szenarien auch außerhalb des Filmgenres Gestalt an. Auf der "Auto-China 2012" in Peking hat VW etwa gerade den "Hover Car" vorgestellt. Das umweltfreundliche Stadtauto ist ein schwebender Zweisitzer, der emmisionsfrei über elektromagnetische Straßen fährt. Der Auftritt des Tages: Design-Ideen aus China. Entstanden ist die Concept Studie innerhalb des "People's Car Project" (PCP), das Volkswagen vor elf Monaten in China gestartet hat. In einem der Boommärkte der Autoindustrie hatte der Wolfsburger Konzern die Bevölkerung dazu aufgefordert, ihre Vorstellungen von Design, Personalisierung und Konnektivität auf einer Online-Plattform vorzustellen. Die Resonanz des von VW-Konzernmarketingchef Luca de Meo initiierten Projekts ist enorm. Über 33 Millionen Chinesen haben die Website mittlerweile besucht, über 119.000 Ideen sind bislang eingereicht. Die Community hat diese zunächst bewertet. Im zweiten Schritt beurteilten Experten dann die Ideen. 

Der "Music Car" wechselt über Leuchtdioden seine Außenfarbe
Der "Music Car" wechselt über Leuchtdioden seine Außenfarbe
Neben dem "Hover Car" schafften es auch der "Music Car" und "Smart Key" auf den VW-Messestand in Peking. Je nachdem, welche Musik der Fahrer wählt, wechselt der "Music Car" über Leuchtdioden seine Außenfarbe. Der "Smart Key" hingegen integriert noch stärker als bisher Online-Technologien im Fahrzeug. Ein hochauflösendes Touchscreen-Display informiert den Fahrer über Tankfüllung, Klima und Sicherheit. Zudem kann er durch Echtzeit-Übertragung per Satelllit sein Fahrzeug aus der Vogelperspektive anschauen. Braucht niemand? Mag sein, für VW ist das Projekt dennoch richtungsweisend.

„Wir bauen Autos nicht mehr nur für, sondern auch mit den Kunden und eröffnen zugleich einen nationalen Dialog, der uns tiefe Einblicke in die Design-Vorlieben, Bedürfnisse und Anforderungen der chinesischen Kunden gibt", erklärt VW-Marketer de Meo. Daher bleibt das Projekt auch keine einmalige Sache. Ursprünglich auf ein Jahr angelegt, setzt VW die Ideenplattform weiter fort. Künftig können User hier zudem Ideen zur Umwelt einreichen.

Für de Meo hat PCP eine strategische Bedeutung, die durchaus über den chinesischen Markt hinausreicht, wenngleich eine Ausweitung in andere Märkte noch nicht beschlossen ist. „Langfristig werden die Ergebnisse des ‚People‘s Car Project‘ die Produktstrategie von Volkswagen beeinflussen", sagt der Marketingchef. Ein Wildwuchs an Designs wird es dennoch nicht geben, wie de Meo aber klarstellt. "Wenn eines Tages ein Fahrzeug aus dem ‚People's Car Project‘ produziert werden sollte, muss es eine Kombination aus Kundenmeinung und Markentradition sein." mir

Auf den folgenden Seiten sehen Sie weitere Videos und Fotos der Design-Ideen



 





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