Facebook hui, Apple pfui: Greenpeace-Studie untersucht Energiemix von Cloud-Anbietern

Mittwoch, 18. April 2012
Insbesondere Apples iCloud kommt bei Greenpeace schlecht weg (Bild: Apple)
Insbesondere Apples iCloud kommt bei Greenpeace schlecht weg (Bild: Apple)

Apple macht zu viel Dreck - dieser Meinung ist zumindest Greenpeace. In der Studie "How clean is your cloud" hat die Umweltorganisation untersucht, auf welchen Energiemix IT-Firmen für ihre Cloud-Computing-Services setzen. Während drei US-Giganten ihr Fett wegbekommen, verteilt Greenpeace in der Untersuchung aber auch Lob. Unter den Unternehmen, die Coud-Services betreiben, hat Apple laut Greenpeace die schlechteste Umweltbilanz. Der iPhone-Hersteller nutze 55 Prozent Kohle- und 27 Prozent Antomstrom, um die Rechnerleistung für seine digitale Datenwolke sicherzustellen. Weitere "dreckige" Unternehmen seien Amazon und Microsoft. "Innovative und profitable Unternehmen wie Apple, Amazon und Microsoft setzen auf dreckigen Kohle- und Atomstrom – als ob das ihren Kunden egal wäre. Da irren sie sich", sagt Greenpeace-Experte Gerald Neubauer und nimmt auch gleichzeitig die Verbraucher in die Pflicht: "Millionen deutscher Nutzer heizen mit jedem Klick den Klimawandel an – weil Apple, Amazon und Microsoft auf veraltete Energien setzen. Dinosaurier-Strom passt nicht zu angeblich innovativen Unternehmen."

Lob gibt es dagegen für Google, Yahoo und Facebook. Alle drei Unternehmen investierten in Energieeffizienz, suchten ihre Standorte nach einem möglichst großen Angebot an erneuerbaren Energien aus uns setzten sich gegenüber Energieversorgern und Regierungen für den Ausbau von Ökostrom ein.

Greenpeace fordert Cloud-Anbieter dazu auf, ihren Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß öffentlich zu machen und sich bei Stromversorgern und Regierungen für den Ausbau von Ökostrom stark zu machen. Bis dieser flächendeckend den Energiebedarf von IT-Unternehmen dekcne kann, dürfte es jedoch noch eine Weile dauern: Wäre die Cloud ein Land, so rechnet der Greenpeace-Bericht vor, hätte sie den fünfthöchsten Stromverbrauch der Welt. ire
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