Euro verursacht gemischte Gefühle beim deutschen Mittelstand

Donnerstag, 03. Januar 2002

Die Einführung des Euro-Bargelds hat beim deutschen Mittelstand nicht nur positive Gefühle ausgelöst. Zwar erhoffen sich die Unternehmen zusätzliche Chancen durch einen größeren Markt und mehr Transparenz, zugleich wird jedoch ein wachsender Wettbewerb und Preis- sowie Lohndumping befürchtet. Dies ergab eine Studie des Genossenschaftsverbands Hessen/Rheinland-Pfalz/Thüringen.

Danach befürworten 80 Prozent der rund 500 befragten Unternehmer und Geschäftsführer die Zusammenarbeit mit einem europäischen Partner. Im Ausland zu investieren, können sich jedoch nur 53 Prozent vorstellen. Große Bedeutung wird hier Frankreich beigemessen, dem 47 Prozent der Investitionsbefürworter den Vorzug geben würden. Die geringste Bedeutung für Investition haben dagegen Griechenland mit 2 Prozent und Portugal mit 4 Prozent. Bei den europäischen Ländern, die nicht der EU angehören, steht Polen mit 35 Prozent an der Spitze.

Als Argumente für die Kooperation mit einem europäischen Partner wurden vor allem die Erschließung der neuen Märkte (54 Prozent), das Kaufverhalten der neuen Kunden und bessere Beschaffungsmöglichkeiten (51 Prozent) angeführt. Insbesondere hier wollen die befragten Mittelständler vom Know-how ihrer Kooperationspartner profitieren.
Meist gelesen
stats