Euro mit wenig Zugkraft für Topmanager

Donnerstag, 17. Dezember 1998
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In Sachen Euro macht sich Ernüchterung breit: Während in diesem Jahr knapp zwei Drittel der deutschen Top-Manager der Ansicht sind, daß die Einführung des Euro keine Wirkung auf das eigene Unternehmen haben wird, glaubte im vergangenen Jahr eine ähnlich hohe Zahl von Managern, daß die jeweils eigenen Unternehmen vom Euro "eindeutig profitieren könnten". Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse der aktuellen repräsentativen jährlich durchgeführte Studie UPS Europe Business Monitor unter 1500 Managern der größten europäischen Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, den Niederlanden und Belgien. Demnach wird der Euro lediglich noch in Italien und Spanien mit ungebrochenem Optimismus erwartet: in Italien vertrauen 61 Prozent der Top-Manager auf die Kraft der neuen Währung, in Spanien 63 Prozent. Zweifel an der Wirkung der neuen Währung haben neben den deutschen Top-Managern auch die französischen (61 Prozent) und holländischen (63 Prozent). Eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent glaubt jedoch auch, daß der Euro den US-Dollar irgendwann als internationale Reservewährung ersetzen wird - rund 41 Prozent der europäischen Top-Manager glaubte sogar, dies werde innerhalb der nächsten zehn Jahre geschehen. Lediglich 35 Prozent glauben, daß der Euro als Reservewährung keinen Chance haben wird. Die vollständige Studie kann voraussichtlich abFebruar 1999 auf der Homepage des Auftraggebers UPS unter http://www.ups.com oder direkt beim United Parcel Service in Neuss abgefragt werden.
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