Euro 2008: Schweizer üben sich in Charme

Freitag, 11. Januar 2008
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In der Schweiz hat eine umfangreiche Imagekampagne für die Fußball-Europameisterschaft 2008 begonnen. Schon seit Dezember werden die Anhänger der zehn in der Schweiz spielenden Euro-Teams auf Plakaten in ihrer Landessprache begrüßt, etwa in Flughäfen, an Bahnhöfen und Grenzübergängen. Diese Woche nimmt die Kampagne richtig Fahrt auf: In Kinos in Zürich, Bern, Basel und Genf laufen Video-Clips (Agentur: Spillmann Felser/Leo Burnett), zudem wurde eine internationale Road-Show angekündigt, die unter anderem nach Berlin, Paris und Mailand führt. Der Staat investiert 10 Millionen Franken, die Standortmarketer von Schweiz Tourismus 2,5 Millionen Franken in die Imageoffensive, die die Co-Ausrichter vor allem als sympathisch darstellt.

Damit das Werbeversprechen eingehalten wird, startet am 23. Januar eine begleitende Aktion, die Gastgeberinnen und Gastgeber zu Charme und Freundlichkeit erziehen soll: Zunächst werden 300 Coaches geschult, die ihr Wissen dann an Hotel- und Flughafenangestellte, Zollbeamte und Kellnerinnen weitergeben.

Insgesamt sollen bis Turnierbeginn 50.000 Schweizerinnen und Schweizer darauf getrimmt werden, die EM-Fans warm zu empfangen. Benedikt Weibel, Euro-Delegierter des Bundesrats, misst der Initiative laut Schweizer Medien größte Bedeutung bei: "Mit der Euro 08 erhalten wir eine einmalige Chance, das Image unseres Landes zu korrigieren." oz

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