Erste VW-Kampagne mit Grabarz & Partner

Mittwoch, 18. Juli 2001

Erstes Ergebnis der Zusammenarbeit von Volkswagen und der Hamburger Agentur Grabarz & Partner ist die neue Passat-Kampagne. Unter dem Motto "Man kann nicht immer in einem Passat sitzen" gehen zwei TV-Spots auf öffentlich-rechtlichen und Privatsendern on Air. Zudem hat die Agentur fünf doppelseitige Anzeigen entworfen. Sie werden in Nachrichtenmagazinen, Programmies, Wirtschafts- und Autotiteln geschaltet. Die Kampagne ist zunächst bis September angesetzt. Der Passat ist darauf ausgelegt, Volkswagen den Weg in die Oberklasse zu ebnen. Entsprechend sind die Kommunikationsmaßnahmen gestaltet.

Grabarz & Partner wurde der VW-Stammagentur DDB im April nach einem langen Pitch an die Seite gestellt. Grabarz & Partner halten den Etat für ein neues Oberklassenmodell und eine Passat-Luxuslimousine. Doch für die Hamburger könnte dies der Einstieg ins neue Luxus-Segment der Wolfsburger bedeuten.

Jüngst kündigte VW-Marketingvorstand Robert Büchelhofer gegenüber dem "Wall Street Journal" an, dass eine Teilung des Konzerns durchaus sinnvoll sein könnte. "Das müsste aber im Detail durchdacht werden." VW-Chef Piëch hatte ebenfalls eine Veränderung der Konzernstruktur indirekt angedeutet.

Eine Dreiteilung würde durchaus Sinn ergeben: Im Luxussegment könnte der Konzern die Marken Bugatti, Bentley, Lamborghini und Audi zusammenfassen, ein weiterer Bereich könnte die Pkw-Massenproduktion mit den Marken VW, Seat und Skoda beinhalten. Im dritten Bereich würden dann die Nutzfahrzeugaktivitäten von VW und Scania Platz finden. Die These wird von Branchengerüchten gestützt. Laut dem US-Werbefachblatt "Adage" screente Volkswagen Ende vergangenen Jahres eine ganze Reihe von europäischen Agenturen für ein geheimes Projekt der Konzern-Luxusmarken Bugatti, Lamborghini und Bentley.
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