Ericsson trennt sich von Handy-Sparte

Freitag, 26. Januar 2001

Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson trennt sich von seiner Handy-Sparte - allerdings nur produktionstechnisch. Die Herstellung wird an den US-Konzern Flextronics abgegeben, die Marke Ericsson bleibt erhalten. Dieser Schritt überrascht Branchenbeobachter nicht, verzeichnet doch Ericsson, nach Nokia und Motorola bisher weltweit drittgrößter Produzent von Mobiltelefonen, seit langem sinkende Marktanteile im Consumer-orientierten Handy-Segment. Das Problem: Die Geräte gelten als technisch beispielhaft und innovativ, gehen jedoch an der Nachfrage des Massenmarktes nach einfachen und preiswerten Modellen weitgehend vorbei. Ericsson-Chef Kurt Hellström: "Wir konnten mit unserer Produktpalette den Markttrend zu Telefonen im Einsteigersegment nicht komplett bedienen." Dies soll jetzt anders werden, neue Einsteiger-Modelle sollen das Portfolio ergänzen. Das Mobilfunkgeschäft hat das Geschäftsergebnis 2000 erheblich beeinträchtigt: Allein in dieser Sparte war bei Ericsson ein Minus von rund 3,7 Milliarden Mark angefallen.
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