Ergo will einen Kundenanwalt installieren

Dienstag, 07. Dezember 2010
Ergo-Vorstandschef Torsten Oletzky
Ergo-Vorstandschef Torsten Oletzky

Den eigenen Anspruch an die Marke hat Ergo in seinem Claim "Versichern heißt verstehen" manifestiert. Was das konkret in der täglichen Arbeit für die Mitarbeiter und Kunden des Düsseldorfer Versicherungsriesens künftig bedeutet, verdeutlicht heute Vorstandschef Torsten Oletzky in einem Interview im "Handelsblatt". Danach führt der Versicherungsriese im Januar einen Kundenanwalt ein. Dieser soll im Streitfall nach Lösungen suchen. Um unabhängig agieren zu können, berichtet er direkt an den Ergo-Chef. Damit folgt die Versicherung innerhalb ihrer Markenkampagne (Agentur: Aimaq & Stolle) der Commerzbank, die im Sommer dieses Jahres im Rahmen ihrer Kundencharta-Kampagne einen Anwalt für die Verbraucher installiert hat.

Und das ist nicht die einzige Maßnahme, mit der Ergo den Dialog mit seinen Kunden und die Verständlichkeit seiner Angebote verbessern will. Künftig soll das Wichtigste zu einem Versicherungsprodukt auf eine einzige Seite Papier passen. "Schon jetzt überarbeiten wir unsere gesamte Korrespondenz mit dem Hauptaugenmerk auf Verständlichkeit", sagt Oletzky.

Mit dem Erfolg der Markenkampagne zeigt sich der Vorstandschef zufrieden. Werden die Deutschen spontan nach Assekuranzen gefragt, komme Ergo mittlerweile auf einen Wert von 15 Prozent. Damit liege man über den Werten der Victoria. Allerdings gibt er auch zu, dass Ergo an den Bekanntheitsgrad der Hamburg-Mannheimer von 21 Prozent noch nicht herankommt: "Dennoch sind dies für eine Kampagne, die erst vier Monate läuft, ausgezeichnete Werte."

Und die Werte können in den kommenden Wochen noch zulegen. Derzeit wirbt Ergo verstärkt wieder online. Zudem penetriert das Unternehmen seine Botschaft jetzt auch über das Radio. Bislang war der Rundfunk nicht Teil des Mediaplans gewesen. mir
Meist gelesen
stats