Erdbeben-Katastrophe: Autobauer stoppen Produktion in Japan

Montag, 14. März 2011
Bei Toyota stehen die Bänder bis mindestens Mittwoch still
Bei Toyota stehen die Bänder bis mindestens Mittwoch still
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Die Autobauer in Japan haben ihre Bänder gestoppt. Bei Toyota, Honda, Suzuki und Nissan ruht nach dem schweren Erdbeben die Produktion. Die Autobranche gehört zu den wichtigen Schlüsselindustrien in dem asiatischen Staat. Bei Toyota und Mazda etwa stehen die Bänder bis mindestens Mittwoch still. Rund 38 Prozent der Fahrzeuge fertig Toyota im Heimatland. Bei Wettbewerber Mitsubishi geht derzeit auch nichts mehr. Zwar liegen die drei Produktionswerke im Südwesten der japanischen Hauptinsel, dennoch ruht mindestens heute und morgen die Produktion. In diesem Zeitraum will Mitsubishi die Situation seiner Zulieferfirmen überprüfen und die Lieferkette sicherstellen, wie es in einer Erklärung heißt. Nissan hingegen ist unmittelbar betroffen. Die Fabriken Oppama und Tochigi, in denen der Infiniti und das Elektromodell Leaf gefertigt werden, sind beschädigt. Ebenso gab es Schäden an den Werken in Iwaki und Yokohama.

Bei Honda ruhen bereits seit heute sämtliche Aktivitäten in den Werken Sayama, Ogawa, Tochigi, Hamamatsu und Suzuka. Ab morgen bis Sonntag steht auch das Werk Kumamoto still. Bei dem Beben am Freitag war ein Mitarbeiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung Honda R&D Co. Ltd in der Präfektur Tochigi ums Leben gekommen, 34 Mitarbeiter erlitten Verletzungen. Auf seiner Homepage informiert der Hersteller über die neuesten Entwicklungen. Ebenso ruht bei Suzuki die Produktion.

Nissan ist unmittelbar betroffen
Nissan ist unmittelbar betroffen
Wie groß der wirtschaftliche Schaden sein wird, lässt sich kaum ausrechnen. Allerdings ist bei den zumeist sehr global aufgestellten japanischen Marken zumindest das Europageschäft nicht betroffen. Bei Toyota etwa ergeben sich keine Lieferengpässe, da der weltgrößte Autobauer wichtige Modelle wie der Aygo, Verso oder Auris in Europa produziert. Ebenso werden die Ersatzteile zu über 90 Prozent auf dem alten Kontinent hergestellt. Zudem sind alle Fahrzeuge, die in den nächsten Wochen für Kunden in Europa bestimmt sind, bereits verschifft, wie Toyota mitteilt. Allerdings spielt das für die meisten Mitarbeiter hierzulande kaum eine Rolle. Sie denken an ihre Kollegen und wie man ihnen am besten helfen kann. mir
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