Envia neuer Hauptsponsor von Energie Cottbus

Mittwoch, 13. Juni 2001

In der kommenden Spielsaison wird sich die Anzahl der Energieunternehmen auf den Trikots der Fußball-Bundesliga verdoppeln: Nachdem kürzlich Naturenergie als Hauptsponsor beim SC Freiburg eingestiegen ist, stehen nun der ostdeutsche Regionalversorger Envia und Energie Cottbus kurz vor dem Vertragsabschluss. Nach HORIZONT-Informationen soll ein zunächst einjähriger Vertrag am kommenden Montag unterschrieben werden. Mit dem Engagement will man vor allem "ein Zeichen für die Region Südbrandenburg setzen", auch als Motivation für die 3000 Mitarbeiter.

Hintergrund: Nach der Fusion des Unternehmens aus Essag, EVS und Wesag Ende 1999 war der Firmensitz nach Chemnitz verlegt worden. Außerdem biete sich der Verein wegen des "Energie" im Namen an, so das Unternehmen. Einen ausgesprochen bundesweiten Bekanntheitsanspruch vertritt Envia kaum: Anteilseigner von Envia, mit 1,2 Millionen Kunden im Raum Chemnitz, Leipzig und Südbrandenburg und 1,1 Milliarden Euro Umsatz nach eigenen Angaben der größte regionale Energieversorger in den neuen Bundesländern, sind rund 700 Kommunen des Netzgebiets, vor allem aber RWE (64 Prozent).

Offenbar befürchtet der Mehrheitseigner, der zugleich bei Bayer Leverkusen als Hauptsponsor engagiert ist, keine Konterkarierung der eigenen Markenbemühungen - die Essener verkaufen selber keinen Strom in den neuen Bundesländern, sondern haben sich verpflichtet, über Envia ostdeutschen Braunkohlen-Strom zu vermarkten. Damit sind vier Energieversorger in der Bundesliga engagiert: Neben RWE, Naturenergie und jetzt Envia bereits seit vergangener Saison auch Eon bei Borussia Dortmund.

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