Endeavours Endstation: Toyota nimmt Space Shuttle an den Haken

Freitag, 05. Oktober 2012
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Bleibt ein Auto liegen, fährt hierzulande der ADAC vor. Wird in den USA ein Space-Shuttle außer Dienst gestellt, kommt Toyota. Am 13. Oktober wird die Endeavour vom LA International Airport quer durch die Stadt zum California Science Center auf einem eigens angefertigten Transportgestell gezogen. Mit von der Partie ist bei dem Spektakel Toyota. Das Pick up Modell Tundra ist das Zugpferd auf der Schlussetappe. Seit einigen Tagen bereitet der Autobauer die Öffentlichkeit auf das große Event vor, das in den USA und weltweit bei vielen Raumfahrtfans zum Medienereignis werden dürfte. Jahrelang waren die Amerikaner stolz auf ihr Space-Shuttle-Programm. Die Astronauten gelten bis heute als Helden. Gerade deshalb ist man bei Saatchi & Saatchi in Los Angeles überzeugt, dass Stammkunde Toyota mit dem Abschleppdienst Geschichte schreiben wird. In der Tat, die Idee ist ziemlich zugkräftig. Überbieten sich die Autobauer bei der Werbung für ihre Lasteseln gerne darin, wer den stärksten hat, dürfte Toyota jetzt vorläufig das Maß der Dinge sein. Ein serienmäßiger Toyota Tundra wird das 77 Tonnen schwere und 5 Stockwerke hohe Space-Shuttle Endeavour zu seinem endgültigen Bestimmungsort ziehen. Am Steuer des Pick ups soll vermutlich Garrett Reismann sitzen. Der Ex-Astronaut flog im März 2008 mit der Endeavour zur ISS und blieb dort bis Mitte Juni.

Toyota informiert seit einigen Tagen auf verschiedenen Wegen über den Transport. Im Netz gibt es eine Microsite mit Countdown, über Twitter bekommen die User das schnelle Update über die Vorbereitung. Zudem stellt die Marke insgesamt fünf Videos bis zum Event auf der Kampagnesite und dem eigenen Youtubekanal ein. Darin wird etwa die Route des Abschleppservice gezeigt, eine andere die würdigt die Leistungen des Shuttels. Toyota selbst sieht das Ereignis als eine "großartige Gelegenheit für den Tundra und die Marke Toyota." Und die Patrioten, die sich aufregen, dass nicht Dodge oder Ford die symbolträchtige letzte Viertelmeile übernehmen, dürfte wenigstens eines trösten: der Tundra wird in San Antonio in Texas produziert. Ist also doch so etwas wie ein amerikanisches Fahrzeug. Und deswegen darf der Abschleppwagen auch im Museum neben der Endeavour am Ende stehenbleiben. mir
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