EnBW zeigt sich in Imagekampagne als Vordenker im Energiemarkt

Mittwoch, 01. Juni 2005
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Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW (5 Millionen Kunden) startet seine mit Spannung erwartete Imagekampagne - und damit zugleich die Kommunikation seiner Sponsorship zur Fußball-WM 2006. "Wir werden das Fifa-Logo durchgehend integrieren", erklärt Marketing-Vorstand Detlef Schmidt im HORIZONT-Interview. Ab Herbst will der Karlsruher Konzern dann "eine Serie von WM-Anzeigen" schalten, und schon zum Confed-Cup Mitte dieses Monats (Schmidt: "Unser Kick-off zur WM") will EnBW in allen Stadien auf TV-relevanten Banden vertreten sein. Auch die bundesweite Privatstrommarke Yello (1 Million Kunden) sowie das Ökostrom-Label Naturenergie werden einbezogen.

Die ab dieser Woche in aktuellen Magazinen und Wirtschaftstiteln geschaltete EnBW-Imagekampagne (Agentur: Jung von Matt/Neckar; Media: Mindshare, Frankfurt) hat jedoch noch ein anderes Ziel: Unter dem Motto "Energie braucht Impulse" soll sie das neue Markenleitbild des Konzerns kommunizieren. "Das wesentliche Elemente dabei ist unsere Rolle als Vordenker und Wegbereiter im Energiemarkt", sagt Schmidt. Zielgruppe sind Privatkunden in Baden-Württemberg und gleichzeitig national Entscheider, Multiplikatoren und Industriekunden.

Im vergangenen Jahr gab EnBW brutto 13,3 Millionen Euro für klassische Werbung aus, davon 12,6 Millionen für die Marke Yello. In diesem und im nächsten Jahr dürfte EnBW seinen Etat mehr als verdoppeln. Als nationaler Förderer der Fußball-WM 2006 dürfte EnBW weitere 13 Millionen Euro bezahlt haben. Ab diesem Juli wird der Konzern für kolportierte 4,5 Millionen Euro jährlich bis 2010 Trikotsponsor des VfB Stuttgart. rp

Wie Schmidt Zielgruppenkonflikte zwischen EnBW und Yello ausschließen will und warum er sich beim Kommunikations-Fahrplan zur WM 2006 nicht im Rückstand sieht, lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 22/2005, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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