Eishockey-WM: Weltverband stoppt Kampagne

Freitag, 30. Januar 2009
Kein Mut zur Lücke: Stéphane Lambiel darf nicht mehr von den Plakaten lächeln
Kein Mut zur Lücke: Stéphane Lambiel darf nicht mehr von den Plakaten lächeln

Dem Weltverband IIHF ist angesichts der Werbekampagne für die anstehende Eishockey-WM in der Schweiz der Humor vergangen. Von den beanstandeten Plakaten lächelten die Schweizer Promis Stéphane Lambiel, Lolita Morena, Mike Shiva, Gilbert Gress und Frank Baumann - und bewarben mit imposanten Zahnlücken das Turnier, das vom 24. April bis zum 10. Mai in Bern und Kloten stattfindet. „Die Kampagne sollte auch Leute außerhalb der Eishockey-Familie ansprechen", erklärt OK-Präsident Gian Gilli die eigenwilligen Plakate - „und zwar auf eine humorvolle, selbstironische Art". Für die Verantwortlichen beim IIHF war das ein Zuviel an Ironie, wie die Schweizer Zeitung "20 Minuten" in ihrer Onlineausgabe berichtet. Die Zahnlücke muss weg, beschied der Verband den WM-Organisatoren und begründete den Befehl damit, fehlende Zähne seien ganz schlecht fürs Image des Sports.

Frank Baumann, der Macher der Kampagne, wundert sich ,weil am Mittwoch im Spiel des ZSC gegen Magnitogorsk ja auch die eine oder andere Zahnlücke zu sehen war". Auch OK-Präsident Gilli bedauert den Kampagnen-Stopp: „Wir hätten sie gerne noch etwas weitergezogen, denn sie hat sowohl im In- wie im Ausland enorm viele positive Reaktionen ausgelöst." mh
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