Einzelhandel gibt mehr Geld für PoS-Werbung aus

Mittwoch, 13. Februar 2013
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Die deutschen Einzelhändler werden die Frequenz ihrer Werbekampagnen am Point of Sale künftig deutlich erhöhen. Zugleich wollen sie ihre Ansprache stärker personalisieren. Dafür werden sie einer Studie von Coleman Parks zufolge auch ihre Marketingbudgets erhöhen. Im Auftrag des Druckerherstellers Epson haben die Marktforscher 500 Marketing- und Werbeverantwortliche aus dem Einzelhandel in fünf europäischen Ländern befragt. Aus ihrer Untersuchung "Vision 20I20" geht hervor, dass mehr als 90 Prozent der deutschen Einzelhändler bis zum Jahr 2020 ihre bisherige Zielgruppe verändern oder erweitern möchten, um kontinuierlich zu wachsen. Hintergrund sind gesellschaftliche Veränderungen, ein dadurch notwendiger Wechsel der eigenen Geschäftsstrategie und zunehmender Wettbewerbsdruck. Um aber diese Zielgruppen zu erreichen, müssen die Unternehmen die werbliche Ansprache am PoS verändern. 77 Prozent der Befragten aus Deutschland setzen in diesem Zuge auf personalisiertere Kampagnen. Im Durchschnitt der Umfrageergebnisse aus Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und England sind es 62 Prozent.

Die individuellere Ansprache soll vor allem mittels gedruckter Werbung glücken. 71 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer rechnen bis 2020 mit einer Zunahme des Volumens an PoS-Printwerbung, 68 Prozent gehen von einer zunehmenden Zahl elektronischer Werbeformen aus. Gleichzeitig wächst die Zahl der Kampagnen. 54 Prozent der deutschen Händler fahren ihre Kampagnen derzeit eine Woche und länger. Für das Jahr 2020 prognostizieren 57 Prozent der Befragten mehrmals wöchentlich wechselnde Aktionen. Haben heute vier Prozent aller Aktionen eine Laufzeit von einigen wenigen Stunden, werden es 2020 18 Prozent sein. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 63 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland, gab zudem an, das Marketingbudget in den kommenden Jahren aufstocken zu wollen. fo
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