Einhell: "Wir sind nicht Hornbach"

Donnerstag, 15. November 2012
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Ein Vater heimwerkt emsig im Garten und geht dabei über das eigentlich Mögliche hinaus. Mit einer überdimensionalen Riesenschaukel macht er seinen Sohn glücklich und sprengt die Grenzen der normalen Heimwerkerkunst. Hinter einem solchen Werbespot könnte man die Marke Hornbach vermuten, die das Thema Heimwerken als heroische Herausforderung in ihrer Markenstrategie seit Längerem für sich nutzt. Doch ganz im Gegenteil: Mit dem Schaukelspot wirbt seit mehreren Wochen die Baugerätemarke Einhell für ihre Produkte im TV. Laut dem Unternehmen unterscheidet sich die Werbestrategie aber deutlich von der der Marke Hornbach. Markus Kathan
, Head of Marketing von Einhell, kann keine großen Übereinstimmungen mit der Hornbach-Werbung finden: "Die einzige Gemeinsamkeit unserer Werbestrategie ist die Dramatisierung von Do-it-yourself-Jobs. Das versteht sich aber durch die Grundfunktion der Produkte unserer Branche fast von selbst." Kernidee des von Sassenbach Advertising in München entwickelten Spots sei eine ganz andere. Farb- und Bildsprache, sowie die Locations seien natürlich, realistisch und glaubwürdig. "Lediglich das Arbeitsergebnis addiert ein Augenzwinkern zur Geschichte", sagt Kathan.

Bisher hielt sich das niederbayrische Unternehmen Einhell (Hauptsitz: Landau an der Isar) in der Welt der Werbung eher bedeckt. Die Marke warb nur mit geringem Budget in Print. Um publikumsstark zu wirken, ist die aktuelle Kampagne crossmedial angelegt. Mit der TV-Premiere stellt das Unternehmen seinen neuen Markenclaim "Einhell. Gut gemacht." der breiten Öffentlichkeit vor und möchte sich mit einem emotionalen Spot als Publikumsmarke positionieren.

Einhell möchte seine Kunden auf diese Weise über Emotionen an sich binden und im Gegensatz zur Baumarktkette Hornbach das Markenimage trotzdem bodenständig und lebensnah halten. Zusätzlich stellt Einhell seine einzelnen Geräte explizit in den Spots vor. In vier verschiedenen Abbindern werden unter anderem Produkte wie ein Akku-Bohrschrauber und eine Schlagbohrmaschine beworben.

Die Einhell-Spots sind noch bis zum 25. November auf reichweitenstarken Sendern zu sehen. Die Mediaplanung der Agentur MEC in München schaltet die Werbefilme unter anderem auf Privatsendern wie Sat 1, Pro 7, Kabel 1, RTL 2 und N-TV, sowie im Pay-TV. hor
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