Eichel wirbt mit Wiedeking

Dienstag, 12. Juni 2001

Mit einer Informationskampagne setzt das Bundesministerium für Finanzen die Aufklärung zur Steuerreform 2000 fort. Nachdem Ende vergangenen Jahres bereits wesentliche Inhalte der Reform kommuniziert worden sind, stehen diesmal Testimonials im Vordergrund. Bekanntester Kopf: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Hintergrund: Bereits während der Kohl-Ära hatte sich Wiedeking für eine Unternehmenssteuerreform ohne das deutsche Subventionsunwesen stark gemacht - und sich damit den Unwillen der damaligen Regierung und der Kollegen aus der Autobranche zugezogen. Jetzt hatte die neue Regierung angefragt, ob er noch zu seinen damaligen Worten stehe. "Diese Aktion zeichnet die Informationspolitik von Porsche aus", sagt Unternehmenssprecher Christian Dau: "Wiedeking und Porsche positionierten sich anders als andere Autohersteller, artikulieren dies deutlich und polarisieren dabei auch mal." Weitere zwei Motive mit unbekannten Testimonials, ein selbstständiger Bäcker sowie eine Versicherungskauffrau und Mutter, sollen Selbstständige und Angestellte ansprechen. Die Anzeigen werden in überregionalen Tageszeitungen, Publikumszeitschriften und Special-Interest-Titeln geschaltet. Mit der Kampagne, die ein Budget von knapp 3 Millionen Mark hat, hofft das Ministerium rund 60 Prozent der Deutschen über 14 Jahre in Deutschland zu erreichen. Steuersparuhr und -rechner auf der Website des Ministeriums runden das Informationspaket ab. Die Kampagne, konzipiert von der Hamburger Agentur KNSK, läuft bis Anfang Juli.
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