Effizienter Einkauf senkt im Filialhandel die Marketingkosten

Freitag, 04. Dezember 2009

Im Filialhandel haben die meisten Marketingverantwortlichen in diesem Jahr bis zu zehn Prozent weniger Geld beim Einkauf von Marketingleistungen ausgegeben. Das zeigt eine aktuelle Studie des EHI Retail Institute im Auftrag der Unternehmensberatung Inverto unter Marketingentscheidern und Geschäftsführern deutscher Filialisten im Einzelhandel.  Die Kostensenkung erreichten die Unternehmen laut Studie nicht durch das pauschale Kürzen von Budgets, sondern vor allem durch Verhandlungen mit bestehenden Partnern und dem Ausschreiben spezifischer Leistungen. 90 Prozent der Befragten haben die Konditionen mit bestehenden Partnern überprüft. 70 Prozent vergaben Leistungen neu über Ausschreibungen. Die Hälfte der Studienteilnehmer sparte Kosten, indem sie die Marketingstrategie und den Mediamix verändert haben. Bei Agenturen und Dirketmarketing reduzierten jeweils 25 Prozent der Filialisten ihre Ausgaben. 75 Prozent der Befragten haben zudem ihre Druckkosten verringert.

Gleichwohl sehen Einkaufsexperten das Sparpotenzial noch nicht ausgeschöpft. "Beim Einkauf von Medialeistungen sind durchschnittlich bis zu 18 Prozent Einsparungen ohne Qualitätsverluste zu schaffen", sagt Inverto-Partner und Handelsexperte Kiran Mazumdar. Eine verbesserte Zusammenarbeit der Marketing- mit der eigenen Einkaufsabteilung, der Mut, sich von langjährigen Lieferanten zu trennen und ein verbesserter Beschaffungsprozess könnten dazu schon beitragen. So kaufen 40 Prozent der Unternehmen Medialeistungen am Einkauf vorbei ein, beim Druck und Direktmarketing sind es 50 Prozent, bei den Agenturleistungen 70 Prozent. Für Mazumdar ist das erschreckend: "Die Beschaffung von Marketingleistungen ist oft ein Einkauf ohne Einkäufer." mir
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