Edeka tut was für´s Öko-Image

Dienstag, 05. Februar 2008

Die Hamburger Edeka-Gruppe baut mit Unterstützung des Freiburger Öko-Instituts ihr Qualitätsmanagement bei Obst und Gemüse weiter aus. Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Erarbeitung einer Ausschlussliste für besonders kritische Pflanzenschutzmittel beim Obst- und Gemüseanbau. Erste Ergebnisse sollen zur Jahresmitte vorliegen, damit diese von den Edeka-Produzenten bei der Anbauplanung für die kommende Saison in 2009 berücksichtigt werden können. Neue Leitlinien sowie ein umfangreiches Maßnahmenbündel für das Obst- und Gemüse-Qualitätsmanagement sollen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft reduzieren. "Das ist praktizierter Verbraucherschutz, der von einem renommierten und unabhängigen Partner begleitet wird", unterstreicht der Vorstandsvorsitzende Alfons Frenk. Darüber hinaus nimmt die Handelskette regionale Produzenten bei den Maßnahmen zur Qualitätssicherung für Obst und Gemüse verstärkt in die Pflicht. Die Lieferanten sind aufgefordert, sich nach dem International Food Standard oder nach Globalgap zertifizieren zu lassen. Bis Ende Juni 2008 muss der Nachweis von Seiten der regionalen Lieferanten erbracht sein. Für überregionale, nationale und internationale Lieferanten gilt diese Zertifizierungspflicht bereits seit dem Jahr 2005.

Die strengeren Leitlinien sind das Ergebnis einer mehrmonatigen Analyse durch das Freiburger Öko-Institut. Die Experten waren unter anderem zu dem Ergebnis gekommen, dass in Einzelfällen regionale Obst- und Gemüselieferanten der Edeka-Kaufleute nicht in dem Umfang in das engmaschige Kontrollnetz eingebunden sind wie überregionale beziehungsweise Großproduzenten. bn

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