Ebay-Attacke: Markenverband warnt vor Liberalisierung des Online-Handels

Donnerstag, 17. September 2009
Ebay bekommt Ärger mit dem Markenverband
Ebay bekommt Ärger mit dem Markenverband

In die sich verschärfende Auseinandersetzung zwischen Markenartikelindustrie und dem Internet-Marktplatz Ebay hat sich nun auch der Markenverband eingeschaltet. In einer Pressemitteilung warnt die Dachorganisation der Markenartikelwirtschaft vor einer Liberalisierung des Handels von Markenartikeln im Netz: „Die Markenhersteller wollen auch weiterhin die Möglichkeit behalten, ihre Produkte nur über Fachhändler zu vertreiben und nicht wahllos über das Internet. Der Markenverband spricht sich dafür aus, das bewährte europäische Wettbewerbsrecht auch im Interesse der Verbraucher in diesem Punkt nicht anzutasten."

Zum Hintergrund: Tageszeitungen und die HORIZONT.NET-Newsflakes hatten heute morgen über eine Unterschriftensammlung von Ebay berichtet, mit der der Internet-Marktplatz das EU-Parlament bewegen will, gegen vermeintliche Einschränkungen im Online-Handel vorzugehen. Markenartikler bewerten dies - zu Recht - als Angriff auf ihre Markenhoheit. Im Kern geht es dabei um den Internet-Verkauf von insbesondere Luxusartikeln. Bisher können Chanel und Co. größtenteils selbst bestimmen, welche Händler im Netz zu welchen Preisen ihre Produkte verkaufen. Ebay-Manager Alex von Schirmeister dazu in der „FTD": „Unsere Nutzer fordern die Politiker auf, das europäische Wettbewerbsrecht so zu verändern, dass solche unfairen Handelspraktiken nicht mehr möglich sind."vs
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