EU wehrt sich gegen Panikmache der Bierbrauer

Mittwoch, 25. Januar 2006

Die EU-Kommission in Brüssel wehrt sich gegen "Panikmache" der deutschen Brauer. Von Plänen für ein Werbeverbot alkoholischer Getränke könne keine Rede sein, so der Leiter der Vertretung der EU-Kommission in Deutschland, Gerhard Sabathil. "Es gibt in der EU-Kommission bisher keinen Aktionsplan zum Umgang mit Alkohol. Weder der Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Markos Kyprianou, noch die Kommission als Ganzes haben dazu Beschlüsse gefasst", erklärte Sabathil. Birte Kleppien, Sprecherin des Deutschen Brauerbundes, hatte gegenüber dem "Tagesspiegel" zuvor gewarnt, dass die EU-Kommission noch im ersten Halbjahr 2006 einen Maßnahmekatalog vorstellen will, mit dessen Hilfe der Alkoholabsatz deutlich eingedämmt werden soll. Dazu würden unter anderem ein Werbeverbot für Bier und für andere alkoholische Getränke, eine drastische Erhöhung der Alkoholsteuer, die Einschränkung des Verkaufs und eine Erhöhung des Alters, ab dem Alkohol gekauft werden darf, gehören. Sabathil betonte dagegen, dass Kyprianou schon mehrfach erklärt habe, dass er kein Werbeverbot für Alkohol anstrebt. Allerdings werde die Kommission im September Vorschläge zur Bekämpfung der Gesundheitsschäden durch Alkohol vorlegen. ork



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