EU vertagt Werbeauflagen für Autos

Mittwoch, 05. November 2008
Umweltkommissar Stavros Dimas hat momentan keine Zeit für das Thema Werbeauflagen
Umweltkommissar Stavros Dimas hat momentan keine Zeit für das Thema Werbeauflagen

Die Autohersteller bekommen im Streit um schärfere Werbeauflagen seitens der EU eine verlängerte Schonfrist. Die ursprünglich für diesen Monat angekündigte Präsentation eines neuen Entwurfs der sogenannten Labelling-Richtlinie für Autowerbung ist geplatzt. "Der Termin ist nicht zu halten", sagt Günter Hörmandinger, im Umwelt-direktorat der EU-Kommission für das Thema zuständig, gegenüber HORIZONT. Stattdessen will die EU-Kommission ihren Vorschlag für die Richtlinie mit der Bezeichnung 1999/94/EC nun bis März 2009 vorlegen. Zum Grund für die Verzögerung heißt es aus der Behörde, der zuständige Umweltkommissar Stavros Dimas sei derzeit vollauf mit den Verhandlungen über Klimaschutzauflagen für die Autoindustrie beschäftigt.


Für Automarketer und Verleger ist die Richtlinie ein Reizthema: Sie befürchten, das künftig ein Effizienzlabel nach dem Vorbild von Haushaltsgeräten in jede Autoanzeige integriert werden muss - und damit die Wirksamkeit der Motive schädigt. Schon jetzt
schreibt Brüssel Pflichtangaben zu Verbrauch und CO2-Ausstoß unter anderem in Anzeigen und Schauräumen vor.

Mehr zu diesem Thema in HORIZONT-Ausgabe 45/2008, die am kommenden Donnerstag erscheint.
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