EU setzt strengere Regeln für Health Claims durch

Donnerstag, 11. Mai 2006

Gesundheitsbezogene Werbeaussagen für Lebensmittel werden künftig erheblich einschränkt. EU-Ministerrat und Europäisches Parlament (EP) haben sich auf einen entsprechenden Gesetzeskompromiss geeinigt. Das Parlament will am kommenden Dienstag über die Verordnung in zweiter Lesung abstimmen. Eine ausreichende Mehrheit für die neue Verordnung gilt als sicher. Danach müssen Hersteller künftig Werbeaussagen, die sich auf die Gesundheit oder den Nährwert bezieht, wissenschaftlich belegen und dies bei der EU-Kommission und der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (Efsa) registrieren lassen. So genannte risikobezogene Aussagen wie "reduziert Herzinfarkt-Gefahr" müssen sogar ein Zulassungsverfahren durchlaufen. Immerhin: Slogans wie "reich an Vitaminen" sind erlaubt - solange nicht mehr als einer der drei als kritisch geltenden Inhaltsstoffe Fett, Zucker und Salz im Produkt zu hoch dosiert ist. Allerdings muss dies auf der Packung ebenso wie die gesundheitsbezogene Werbung kommuniziert werden. ork



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