EU plant abschreckende Zigarettenpackungen

Donnerstag, 01. März 2001

Die EU-Kommission will weiter in die Gestaltungsfreiheit der Produktpolitik von Tabakherstellern eingreifen: Ab Oktober 2002 sollen 30 Prozent der Vorderseite und 40 Prozent der Rückseite einer Zigarettenschachtel mit gesundheitlichen Warnhinweisen gegen das Rauchen bedeckt sein. Darauf haben sich jetzt die Mitgliedsländer und das EU-Parlament geeinigt. Zudem sollen die Mitgliedsländer noch selbst entscheiden können, ob sie statt Warntext auch abschreckende Bilder von Raucherbeinen oder -lungen als verbindlich vorschreiben. Außerdem sollen künftig Bezeichnungen wie "light" oder "mild" nicht mehr auf den Packungen erscheinen dürfen. Die Rechtslage für die neue Richtlinie ist indes noch unsicher - weil sie im Regelungspaket auch noch das Exportverbot - ab 2007 sollen starke Zigaretten nicht mehr in Länder außerhalb der EU ausgeführt werden dürfen - betrifft. "Dieses Problem ist nicht durch das Vermittlungsverfahren aus dem Weg geräumt, denn dem Exportverbot fehlt die rechtliche Grundlage", zitiert die "FTD" in ihrer aktuellen Ausgabe den deutschen EU-Abgeordneten Kurt Lechner.
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