EU-Werbestreit: Dimas zeigt sich kompromissbereit

Mittwoch, 04. Juni 2008
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas bewegt sich im Streit um Auflagen für Autowerbung offenbar auf Werbungtreibende und Verlage zu. In einem Interview zeigte Dimas Verständnis für Befürchtungen, eine verschärfte Labelling-Richtlinie könne insbesondere das Anzeigengeschäft schädigen und damit zu Jobabbau in Redaktionen führen."Wir müssen sehr vorsichtig sein mit allem, was die freie Meinungsäußerung einschränkt", sagte der EU-Kommissar der "Financial Times Deutschland".

Deutliche Signale sendet Dimas auch in Richtung des Europaparlaments. Die Abgeordneten hatten gefordert, ein Fünftel der Anzeigenfläche für Warn- und Informationshinweise zu Schadstoffausstoß und Spritverbrauch zu reservieren. "Nicht alle Vorschläge des Parlaments sind praktikabel", so Dimas.

Seinen Vorschlag für eine überarbeitete Labelling-Richtlinie will der Umweltkommissar bis zum November vorlegen. Im Gespräch ist dabei eine Farbskala, die - ähnlich wie bei Elektrogeräten - die Energieeffizienz auf einen Blick abbildet. jh
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