EU-Rechtsausschuss stimmt gegen Tabakwerbeverbot in Printmedien

Donnerstag, 10. Oktober 2002

Printanzeigen sollen der Tabakindustrie als Werbe-Schlupfluch erhalten bleiben. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat sich dafür ausgesprochen, dass Zeitschriften und Zeitungen aus dem Kommissionsentwurf für die künftigen Richtlinien zur Tabakwerbung ausgeklammert werden. Danach bliebe der Entwurf beschränkt auf Rundfunkwerbung, Internet und grenzüberschreitendes Sponsoring.

Auch für Werbung, die mit der Zigarettenmarke für ein anderes Produkt als Tabak wirbt, soll es danach kein Verbot geben. Gleichzeitig hat sich der Rechtsausschuss aber dafür ausgesprochen, dass die EU-Mitgliedstaaten eigene Tabakwerbeverbote in Printmedien in die Wege leiten. Ende Oktober wird sich das EU-Parlament mit den Vorschlägen befassen.
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