EU-Pledge: Europäische Lebensmittelhersteller verschärfen Kriterien für Kinderwerbung

Dienstag, 13. März 2012
In der EU-Pledge haben sich Dickschiffe aus der Lebensmittelindustrie versammelt
In der EU-Pledge haben sich Dickschiffe aus der Lebensmittelindustrie versammelt

Die Mitgliedsunternehmen des EU-Pledge haben ihre Kriterien für Kinderwerbung verschärft. In der freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Jahre 2007 haben sich europäische Werbungtreibende dazu bekannt, die Lebensmittelwerbung an Kinder unter 12 Jahren zu beschränken. Bislang bezog sich die Vereinbarung auf Medien, deren Publikum mindestens zu 50 Prozent aus Kindern besteht. Dieser Wert wurde nun auf 35 Prozent herunter gesetzt. Auch die Richtlinien für Online-Werbung wurden verschärft. Im Bereich der Online-Medien bezog sich der EU-Pledge ursprünglich nur auf Drittwerbung im Internet. Zu Beginn des Jahres weiteten die derzeit 19 Mitgliedsunternehmen die Selbstverpflichtung auch auf ihre eigenen Webseiten aus. Ausgenommen sind Produkte, die nachweislich positiv für die Ernährung von Kindern sind und die nationalen und internationalen Ernährungsrichtlinien entsprechen.

Die Einhaltung der Selbstverpflichtung wird seit drei Jahren von dem unabhängigen Unternehmen Accenture Media Sciences geprüft. Deutschland wurde zuletzt 2009 überprüft, damals stellte Accenture eine Einhaltung von 99,63 Prozent fest. ire

Die Mitgliedsunternehmen des EU-Pledge:

Burger King, Coca-Cola, Danone, Ferrero, General Mills, Kellogg, Kraft Foods, McDonald's, Mars, Nestlé, PepsiCo and Unilever, Estrella-Maarud, Intersnack, Lorenz Snack-World, Procter & Gamble, The Chips Group, Unichips, Zweifel Pomy-Chip
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