EU-Pläne zur Einheitszigarette nehmen Gestalt an

Donnerstag, 13. Dezember 2012
Neue Richtlinie beinhaltet kein Plain Packaging, kommt den Bestimmungen in Australien aber sehr nahe
Neue Richtlinie beinhaltet kein Plain Packaging, kommt den Bestimmungen in Australien aber sehr nahe

Der Zigarettenindustrie droht die Enteignung ihrer Marken. Einheitszigarette und -verpackung rücken Medienberichten zufolge immer näher. Die Größe der Glimmstengel soll nach Plänen der EU-Kommission europaweit standardisiert werden. 75 Prozent der Verpackung müssten vom oberen Ende her bildlichen und schriftlichen Warnhinweisen vorbehalten bleiben. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe sieht der Kommissionsentwurf auch das Aus für Menthol-Zigaretten vor. Denn der Richtlinienentwurf beinhaltet ein Verbot von Geschmackszusätzen ebenso wie von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen. Das Papier will die Kommission voraussichtlich noch vor Weihnachten beschließen und dann den Mitgliedsstaaten zur Abstimmung vorlegen.

Der Ende November zum EU-Gesundheitskommissar ernannte Tonio Borg hat bei der überarbeiteten Tabakproduktrichtlinie Druck gemacht. Er gab die Vorlage bei Amtsantritt in die sogenannte Inter Service Consultation. In dem internen Beurteilungsverfahren nehmen die meisten der 27 Kommissar-Ressorts zu den Änderungen Stellung. Viele Inhalte des Entwurfs sind allerdings schon seit einem Vierteljahr bekannt. Borg selbst hatte die Änderungen an der aus dem Jahr 2001 stammenden, EU-weit gültigen Produkt-Richtline zwar zunächst begüßt, wollte deren Umsetzung aber den EU-Staaten überlassen. fo
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