EU-Ministerrat beschließt Tabak-Werbeverbot

Montag, 02. Dezember 2002

Gegen die Stimme Deutschlands haben die EU-Staaten ein weit reichendes Tabak-Werbeverbot beschlossen. Im zuständigen Ministerrat kam heute in Brüssel eine qualifizierte Mehrheit für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zu Stande. Nach dem Werbeverbot darf in Zeitungen und Zeitschriften, im Radio sowie im Internet ab 2005 nicht mehr für Zigaretten und andere Tabakerzeugnisse geworben werden. Zudem dürfen Tabakkonzerne Großveranstaltungen mit grenzüberschreitender Wirkung wie die Formel 1 nicht mehr sponsern.

Neben Deutschland stimmte auch Großbritannien gegen die Vorlage. Allerdings fordert die Regierung in London ein weitergehendes Verbot. Die Bundesregierung hatte ein EU-weites Tabakwerbeverbot bereits 2000 vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg zu Fall gebracht. Ob Deutschland nun erneut vor Gericht zieht, ist noch unklar.
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