EU-Kommissar Byrne will Werbung für Lebensmitteln Fesseln anlegen

Freitag, 11. Juli 2003

Nach der Tabakindustrie nimmt EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne nun die Lebensmittelbranche ins Visier. Der EU-Kommissar will die Werbevorschriften für Lebensmittel und andere Konsumprodukte deutlich verschärfen. Aussagen in der Werbung, die wissenschaftlich nicht nachweisbar sind, beispielsweise "Dieses Produkt hält sie jung", sollen verboten werden. Auch die Regeln zur Angabe von Nährwerten sollen strenger gefasst werden.

Ebenso will Byrne klarere Grenzen für Begriffe wie "fettarm" oder "vitaminreich" ziehen. Für eine Reihe von Produkten sollen Gesundheitsangaben gänzlich untersagt werden. Schon in der kommenden Woche soll ein entsprechender Gesetzesentwurf von der Kommission verabschiedet werden. Dieser sieht außerdem vor, dass Werbeaussagen, die sich auf die Reduktion von Krankheitsrisiken beziehen, von der EU genehemigt werden müssen. Gleichzeitig soll es eine Positivliste mit erlaubten Slogans geben. ork
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