EM-Werbebilanz: TV profitiert am stärksten

Mittwoch, 30. Juli 2008
Media-Markt war Top-Spender der EM
Media-Markt war Top-Spender der EM

Die Fußball-EM hat der deutschen Medienlandschaft Werbeerlöse in dreistelliger Millionenhöhe beschert: Insgesamt investierten die Unternehmen zwischen Januar und Juni 198,4 Millionen Euro in Werbung mit Fußball-Bezug. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Nielsen Media Research, Hamburg, hervor. Je näher der Start der EM rückte, desto stärker haben die Werbungtreibenden investiert. Lag das Fußball-bezogene Bruttovolumen im Januar noch bei 2,8 Millionen Euro, steigerte sich der Druck bis Juni mit insgesamt 69,5 Millionen kontinuierlich.

Mit einem Anteil von 62,6 Prozent profitierte das Fernsehen am stärksten von den EM-Kampagnen. Obwohl das Turnier auf den Öffentlich-Rechtlichen ausgestrahlt wurde, sahnten vor allem die Privaten ab: Mit einem Anteil von knapp 84 Prozent an den Erlösen gehen sie klar als Gewinner vom Platz. Top-Spender der Fußball-EM 2008 war die Media-Saturn-Holding mit einem Bruttowerbevolumen in Höhe von 23,9 Millionen Euro.

Das Gros der Ausgaben stammt von Nicht-EM-Sponsoren, sogenannten Ambush-Marketern, die thematische auf den EM-Zug aufgesprungen sind. Über 72 Millionen Euro wurden dabei für inhaltlich direkt EM-bezogene Werbemaßnahmen aufgewendet. Der indirekte Werbebezug, der lediglich eine Assoziation zur Fußball-EM 2008 herstellte, wurde mit Bruttowerbeumsätzen in Höhe von 57,5 Millionen Euro verwendet, während Kreationen mit dem offiziellen Logo und zusätzlich einem inhaltlich direkten Bezug mit knapp 40 Millionen Euro beworben wurden. Auf Werbekreationen ausschließlich mit dem offiziellen Uefa Euro 2008TM-Logo entfielen mit 29,2 Millionen Euro die geringsten Aufwendungen zur Fußball-EM 2008.
Meist gelesen
stats