E-Plus steigt ins Geschäft mit mobiler Werbung ein

Donnerstag, 11. Juni 2009
E-Plus-CEO Thorsten Dirks
E-Plus-CEO Thorsten Dirks

Seit Jahren schon versuchen die Mobile Marketer, das Handy als festen Bestandteil im Kommunikationsmix von Unternehmen zu etablieren - jetzt könnte Werbung per SMS, MMS und Co endlich einen wichtigen Schritt nach vorne machen. Grund ist eine Initiative von E-Plus. Der Düsseldorfer Netzbetreiber steigt auf breiter Front in das Mobile-Advertising-Geschäft ein und will mit seiner neuen Tochterfirma Gettings Handywerbung bei einem Millionenpublikum etablieren.  Wie E-Plus-CEO Thorsten Dirks exklusiv gegenüber HORIZONT ankündigt, fällt der Startschuss bereits in dieser Woche. Seit Donnerstag ist Gettings - eine neugegründete Tochtergesellschaft des mit 18 Millionen Kunden drittgrößten deutschen Mobilfunkers - mit ihrem sogenannten Reklameregler am Start. Das Modell funktioniert wie eine Art Bonussystem: Kunden von E-Plus, die ihr Einverständnis geben, werden von Gettings per SMS, MMS und via Sprachbotschaften mit Werbung versorgt und erhalten dafür Gegenleistungen wie kostenlose Gesprächsminuten, Frei-SMS oder Gutscheine. Dabei steigt der Wert der Gegenleistung mit der Anzahl der Werbebotschaften, die der Kunde akzeptiert.

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Wie genau das Gettings-Programm funktioniert und mit welchen Tools und Abrechnungsmodellen Werbungtreibende und Mediaagenturen geködert werden sollen steht in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT.

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Obwohl Dirks einräumt, dass E-Plus mit dem Reklameregler Neuland betritt, legt er die Messlatte hoch: "Mobile Advertising wird aus meiner Sicht von den aktuellen Verschiebungen im Werbemarkt noch stärker profitieren als das Internet, mit Gettings schaffen wir die Voraussetzungen, um von diesem Wachstum überproportional profitieren zu können", so Dirks. Ziel sei es, das Gettings-System in Zusammenarbeit mit Mediaagenturen und Werbungtreibenden weiterzuentwickeln, um mittelfristig "relevante Umsätze" zu generieren. mas
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