E-Plus sagt Computermesse CeBIT ab

Mittwoch, 09. November 2005
Rückzug von der Technik-Messe: Thorsten Dirks
Rückzug von der Technik-Messe: Thorsten Dirks

Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter E-Plus streicht die CeBIT bis auf weiteres aus seinem Kalender. Damit dünnt sich die Zahl der Aussteller weiter aus. Erst kürzlich hatte der japanische Elektronikriese Sony seine Teilnahme abgesagt. Auch der Philips-Konzern, der in diesem Jahr der IFA den Vorzug gab, wird der Messe im März 2006 erneut fernbleiben. Thorsten Dirks, Geschäftsführer Innovation, IT and Operations bei E-Plus, begründet den Rückzug von der weltgrößten Computermesse mit dem Wandel des Unternehmens vom Technik- zum Kommunikations- und Servicedienstleister. "Die Zeiten, in denen unser Geschäft maßgeblich durch neue Technologien getrieben wurde, sind längst vorbei", sagt Dirks. So trage die klassische Sprachtelefonie inklusive SMS konstant etwa 98 Prozent zum Gesamtumsatz von E-Plus bei. "Es geht heute um innovative Geschäftsmodelle und nicht mehr um die neuesten technischen Funktionen." Die CeBIT als technische Leitmesse habe daher für E-Plus keine Relevanz mehr.

Den Rückzug von der Messe will Dirks allerdings nicht als Sparmaßnahme verstanden wissen. "Wir werden die Mittel einsetzen, um den Kunden direkt anzusprechen." So soll das CeBIT-Budget, das sich zuletzt auf einen mittleren bis oberen siebenstelligen Betrag summierte, unter anderem in klassische Werbung fließen. Darüber hinaus will E-Plus massiv in den Ausbau seiner Shops investieren. "Wir eröffnen derzeit im Schnitt zwei neue E-Plus-Shops pro Woche", so Dirks. Außerdem sollen mittelfristig "einige hundert" Outlets für die neue Flatratemarke Base eröffnet werden. mas

Die gesamten Hintergründe stehen in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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