E-Commerce-Studie: Hybride Kunden sind Alltag

Mittwoch, 18. Mai 2011
Viele Kunden tauschen den echten gegen den virtuellen Einkaufswagen
Viele Kunden tauschen den echten gegen den virtuellen Einkaufswagen
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Lebensmittelhandel Interone Glückselige Berlin Baumarkt


Noch leben Branchen wie Lebensmittelhandel und Baumärkte in Sachen Online-Wettbewerb auf einer Insel der Glückseligen. 91 Prozent beziehungsweise 70 Prozent ihrer Kunden kaufen vorrangig im Geschäft. Aber die nächste Welle des E-Commerce dürfte auch diese Branchen erfassen. Schon heute kaufen mehr Menschen Lebensmittel im Internet als an Kiosken und Tankstellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Retail Revolution”, die die Agentur Interone jetzt auf der Digital-Konferenz  Next11 in Berlin vorstellte. Bei Mode und elektrischen Geräten ist der Hybrid-Kauf längst Alltag. 58 Prozent beziehungsweise 56 Prozent der Befragten der Interone-Studie kaufen sowohl im Internet wie stationär. Bei elektronischen Geräten ist jede vierte Kunde bereits ein reiner Online-Käufer. Bei Telekommunikations-Dienstleistungen hat das Internet schon die zentrale Rolle eingenommen. 48 Prozent der Befragten nutzen vorrangig das Internet. Nur jeder Dritte geht vorwiegend in einen Laden.

Die Furcht der Retailer vor den Kunden, die sich offline beraten lassen und dann online einkaufen, ist dabei nicht unbegründet. 27 Prozent der Lebensmittel-, 24 Prozent der Kleidungs-, 62 Prozent der Elektronik-, 41 Prozent der Baumarkt-Käufer sowie 40 Prozent der Befragten, die Telekommunikations-Dienstleistungen online abgeschlossen haben, waren zuvor im Geschäft.

Allerdings ist der gegenteilige Effekt deutlich höher. So recherchierten 35 Prozent der Lebensmittel-, 27 Prozent der Mode-, 65 Prozent Elektronik- und 59 Prozent der Baumarkt-Käufer sowie 59 Prozent der Befragten im Bereich Telekommunikation online und kauften anschließend im Geschäft.

Für die Studie wurden in fünf unabhängigen Befragungen jeweils 500 Käufer aus fünf verschiedenen Branchen online mit vergleichbaren Fragebögen befragt. Dazu wurden insgesamt 5.000 Personen online repräsentativ nach Alter und Geschlecht gescreent und 2.500 Käufer befragt. Die Befragung führte Brand Science Network durch. ork.
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