E-Book wird bei den Deutschen beliebter

Dienstag, 11. Oktober 2011
Der Kindle von Amazon ist der am meisten verbreitete E-Reader
Der Kindle von Amazon ist der am meisten verbreitete E-Reader

In den USA sind E-Books ein Verkaufsschlager, in Deutschland hingegen hat sich bislang noch kein Massenmarkt etabliert, aber die Umsätze steigen. Das Marktforschungsunternehmen Gfk Panel Services hat den deutschen E-Book Markt analysiert. Dabei zeigt sich, dass auch das Interesse der Deutschen an elektronischen Büchern stetig steigt. Knapp 13 Millionen Euro gaben die Deutschen von Januar bis Juni 2011 für E-Books aus. Das ist fürs erste Halbjahr 2011 ein Anteil von 0,7 Prozent am gesamten deutschen Buchumsatz. Bereits vor dem Weihnachtsgeschäft hat der Umsatz von elektronischen Büchern 60 Prozent des Vorjahresumsatzes erreicht. Tendenziell steigt auch die Verbreitung der E-Reader. In Deutschland ist die Anzahl der verkauften Geräte von Januar bis Juli 2011 von 380.000 auf 800.000 gestiegen.  Nicht mit eingerechnet ist das Potenzial, das im Verkauf von Tablet-PCs steckt. Dadurch würde die Zahl der potenziellen Leser um weitere 1,5 Millionen Personen steigen.

Ein typischer E-Book Leser ist laut Studie männlich und zwischen 30 und 49 Jahre alt. Das passt zu dem Trend, dass der Fokus des Genres sich von Infotainment-Angeboten wie Reiseliteratur, Ratgebern und Sachbüchern hin zu Belletristik wandelt. Die Unterhaltungsliteratur macht mittlerweile 80 Prozent der bezahlten E-Books aus, darunter sind die Kategorien Spannung, Science Fiction und Fantasy besonders beliebt. Bei gedruckten Büchern hat die Unterhaltungsliteratur hingegen nur einen Anteil von 50 Prozent.

Für das steigende Interesse am E-Book sind die Entwicklungen auf dem Download-Markt nicht unerheblich. Bücher können schließlich als Download-Datei aus dem Internet bezogen werden. Auf insgesamt 187 Millionen Euro Umsatz mit Downloads von Musik, Hörbüchern, Software, Games, Videos oder E-Books entfällt ein Anteil von 6 Prozent auf Downloads von elektronischen Büchern.

Die Studie basiert auf einer kontinuierlichen Befragung von 25.000 Konsumenten in Deutschland. Zusätzlich haben die Marktforscher im Januar und Juli 2011 20.000 Personen zum Thema E-Reader und Tablet-PCs in einer Ad-Hoc Befragung interviewt. hor
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