E-Autos unter Strom: Hersteller laden ihre Elektroprojekte langsam auf

Donnerstag, 30. Juni 2011
Die Hersteller fahren mit ihren neuen Elektroautos langsam aus ihren Parkbuchten heraus
Die Hersteller fahren mit ihren neuen Elektroautos langsam aus ihren Parkbuchten heraus


Bislang spielen elektrisch angetriebene Autos in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Erst rund 2.300 E-Autos fahren auf den Straßen. Das soll sich nach Willen der Bundesregierung ändern. Deutschland soll Leitanbieter und Leitmarkt der neuen Antriebstechnologie werden. Und so langsam fahren die Hersteller aus ihren Parkbuchten heraus. In den kommenden Monaten kommen zahlreiche neue Modelle auf den Markt.
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Unter anderem biegt Opel bei den Vorbereitungen für den Ampera auf die Zielgerade ein. Als einer der ersten Anbieter haben die Rüsselsheimer eine Kooperation  mit 28 Ökostromanbieter geschlossen, die das Fahrzeug mit regenerativer Energie versorgen sollen. Das "Ampera-Vorteilspaket" will die GM-Tochter Käufern des E-Autos exklusiv anbieten. Zudem will das Unternehmen in den kommenden Tagen nach HORIZONT.NET-Informationen verstärkt Multiplikatoren umwerben. Zur Kampagne selbst gibt es noch keine konkreten Aussagen. Markenbotschafterin Katie Melua soll dem Vernehmen nach keine Rolle darin spielen. Nur soviel lässt sich Andreas Marx entlocken. "Der Ampera ist für Opel eine Markenkampagne auf Rädern", sagt der Direktor Marketing Opel Deutschland.

Einen Schritt weiter sind bereits Nissan und Renault. Nissan trommelt bereits in Übersee für den Nissan Leaf (Agentur: TBWA), Renault in Italien und Spanien für seine Zero-Emissions-Flotte Kangoo, Fluency, Zoe und Twizy. Ab September soll der Renault-Auftritt auch in Deutschland zu sehen sein (Adaption: Publicis, Frankfurt). Ebenso wird in der zweiten Jahreshälfte Mitsubishi die Aktivitäten für seinen i-MiEV hochfahren. Bei BMW ist der Active E Teil der aktuellen Markenkampagne, die der Münchner Premiumhersteller derzeit aktuell in TV, Online und Print fährt (Agentur: Interone; Adaption: Serviceplan).

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Im Herbst rollt zudem der VW up in den Handel und bei Smart steht die nächste Generation der Elektroversion vor der Tür. Kaum vorstellbar, dass VW und Daimler die Fahrzeuge ohne entsprechende Werbeunterstützung launchen. Ohnehin versucht Daimler verstärkt über sein Mobilitätskonzept Car2go die Verbraucher an E-Autos heranzuführen. Ab August verstärkt das Unternehmen gemeinsam mit den Partnern SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, Mennekes und der FG.de den Car2go-Fuhrpark in Ulm mit fünf E-Smarts aus. Ende des Jahres startet das Projekt zudem in Amsterdam mit einer rein elektrisch betriebenen car2go Flotte. mir
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