Drei Viertel der Deutschen üben Konsumverzicht zugunsten der Vorsorge

Freitag, 05. Mai 2000

Etwa drei Viertel aller Bundesbürger sind bereit, das Konsumverhalten einzuschränken, um im Alter ausreichend versorgt zu sein. Dies ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Allianz, in der knapp 2000 Personen nach ihrer Einstellung zur privaten Altersvorsorge befragt wurden. Demnach hat die Gruppe, die zur Einschränkung ihres Konsumverhaltens bereit ist, seit 1997 um 18 Prozentpunkt zugenommen. Insbesondere junge Menschen verzichten gerne: Bei den 18- bis 29-Jährigen sind 76 Prozent bereit kürzer zu treten, bei den 30- bis 39-Jährigen signalisieren 77 Prozent Bereitschaft. Entsprechend setzen immer mehr Menschen auf die private Vorsorge: Die Zahl der Alterssparer stieg in den vergangenen drei Jahren um 14 Prozentpunkte auf 69 Prozent. Zur Absicherung im Alter setzen 71 Prozent der Bundesbürger auf eine Lebensversicherung, auf den weiteren Plätzen folgen Bausparverträge (43 Prozent) und Fonds (41 Prozent). Dabei werden Fonds immer beliebter: Im vergangenen Jahr investierte nur jeder Dritte (32 Prozent) in einen Fonds.
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